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Buchrezension: Joachim Bauer, Warum ich fühle, was du fühlst

Barbara Hofmann-Huber schreibt im Coachingbüro-Blogvon Barbara Hofmann-Huber am 8. Juli 2005

Wenn Sie mehr über das Geheimnis Ihrer kommunikativen Fähigkeiten erfahren wollen, so finden Sie profunde Antworten in diesem Buch. Professor Bauer ist es gelungen, die aktuellen Forschungen in sehr anschaulicher Weise und in allgemein verständlicher Sprache darzustellen.

In einer Zeit, in der vielfach die Meinung vorherrscht, wir seien durch unsere Gene vorbestimmt, macht er, als Naturwissenschaftler, die Wichtigkeit der sozialen Interaktion deutlich. Es ist gerade die Art und Weise, wie wir uns als Menschen aufeinander beziehen, die unsere Potentiale erschießt oder dazu führt, dass wir uns von anderen Menschen abschotten und damit einen Teil unserer Potentiale nicht leben.

Die Bedeutung sozialer Interaktion im Berufsleben zeigt sich daran, dass Menschen umso leistungsfähiger sind, je mehr es ihnen gelingt, sich in dem Umfeld, in dem sie tätig sind, auch in einer positiven Resonanz durch die Mitmenschen zu erleben. Wir empfinden diese positive Resonanz, indem wir uns sicher oder wohl fühlen; die Neurophysiologie kann nachweisen, dass sie stressreduzierend wirkt und damit unsere Energien frei werden für die eigentliche Sachaufgabe.

Statt, wie vielfach im beruflichen Umfeld gefordert, rein sachlich zu bleiben, ermutigt uns die Wissenschaft, uns der eigenen Empfindungen und Gefühle bewusst zu werden, um den Informationsgehalt in Gesprächen und in der sachlichen Ausrichtung miteinbeziehen und nutzen zu können. Nicht zuletzt belegt der Autor: Sich im Team und bei der Arbeit wohl zu fühlen schafft Synergien – und diese sind ertragssteigernd!

Hoffmann und Campe 2005
ISBN 3-455-09511-9

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